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Das Wort 'Nein' ist eine wahre Machtquelle

Richard Gappmayer

10.11.2016 ·  Für viele Menschen ist das Wort 'Nein' der Schlusspunkt einer jeder Konversation. Wir verstummen einfach, nehmen es hin und unsere machtvolle Haltung bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Aber warum steigen wir nicht in eine Diskussion ein sondern bewerten das "Nein" als endgültiges, unabänderliches Urteil?

Richard Gappmayer

Richard Gappmayer war mehr als 20 Jahre im nationalen und internationalen Top-Management mit Schwerpunkt Verkauf, Vertrieb und Marketing tätig. Während dieser Zeit machte er zahlreiche persönliche Erfahrungen rund um die Thematik Macht und den richtigen Umgang mit der eigenen Machtkompetenz. 2006 machte er sich selbstständig und gründete das Zentrum für Persönlichkeits- & Organisationsentwicklung. Als Management-Coach, Organisationsberater, Wirtschaftstrainer und Supervisor unterstützt Gappmayer heute hochrangige Führungskräfte. Der Autor ist gefragter Keynote-Speaker und Interviewpartner zu seinen Kernthemen. » http://www.gappmayer-trainings.at

Manchmal ist das auch so. Aber durchaus nicht immer. Es lohnt sich stets, dem »Nein« den richtigen Bedeutungsspielraum zu geben. Das »Nein« bedeutet nämlich oftmals nicht »nein«, sondern »so nicht«, »jetzt nicht« oder »in dieser Form nicht«. Viele Menschen tendieren zu einem vorschnellen »Nein«. Das kann die Wahl eines Ausflugszieles innerhalb einer Familie betreffen oder auch in einer beruflichen Verhandlung vorkommen. Dieses schnell herausgesprudelte »Nein« gilt es bewusst zu erforschen. Nehmen Sie das »Nein« als eine Herausforderung und laufen Sie zur Höchstform auf! Das ist gar nicht so schwer, wie es anmuten mag. Ein »Nein« ist meist nicht unumstößlich und endgültig. Dies zu wissen, ist doch absolut großartig. Es eröffnet Ihnen eine großartige Chance, das »Nein« eines Gesprächspartners ganz neu zu bewerten. Merken Sie schon, wie viel leichter Sie ein »Nein« annehmen können, wenn Sie es von seinem machtvollen Sockel herunterstoßen?

Absagen zu erhalten, gehört zum Leben naturgemäß dazu. Für das Selbstwertgefühl ist es wichtig, ein »Nein« als möglich zu erachten und zuzulassen, ohne die beleidigte Leberwurst zu spielen. Es muss jedem Menschen bewusst sein, dass wir nicht immer bekommen, was wir uns wünschen.

Wollen Sie in die Champignons League der machtvollen Menschen aufsteigen, dann bedanken Sie sich für jedes »Nein« und lernen Sie daraus!

Power-Story: Die Angst vor dem Nein besiegen

Erlebnisbericht eines Verkaufstrainers während meines Verkaufsseminars zum Thema: »Der Kunde sagt nein. Na und!«

Einer der Teilnehmer ist Gerhard. Er ist Verkäufer in einem elitären Möbelhaus und verfügt über sehr hohe Fachkompetenz. Auch seine Sozialkompetenz ist vorbildlich, ebenso wie seine Rhetorik und Eloquenz. Er hat alle Voraussetzungen, der beste Verkäufer in seinem Unternehmen zu sein. Aber er ist es nicht. Gerhard zittert regelmäßig vor dem Fallbeil »Nein des Kunden«. Sobald er ein konkretes Angebot erstellt hat, setzen seine Ängste ein. »Werden Sie ja sagen und die Küche kaufen?« »Was tue ich, wenn sie nein sagen, dann war all die Mühe umsonst …« Gedanken dieser Art begleiten und blockieren Gerhard K. massiv. Er verspannt immer mehr und verliert damit seine Souveränität. Diese auftretende Unsicherheit überträgt sich automatisch auf seine Kunden, die dann tatsächlich zu zweifeln beginnen. Die Kunden sagen dann oft: »Wir überlegen es uns noch.« Im besten Fall kommen sie wieder, im schlimmsten Falle hat das »Nein« tatsächlich zugeschlagen. Und all die Mühe war tatsächlich umsonst. Gerhard hat in diesem Training verstanden, dass nur er selber die Macht hatte, diesen Kreislauf, den er selber geschaffen hatte, zu brechen.

Seitdem ist er Top-Verkäufer in seinem Unternehmen. Er hat sich mit seiner Angst vor dem »Nein« intensiv auseinandergesetzt und diesen machtvollen Kreislauf unterbrochen. Seit er sich entschlossen hat, für Ablehnungen seiner Angebote als Lernfaktor dankbar zu sein, tänzelt er mit Leichtigkeit von Abschluss zu Abschluss.

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