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Der Schlüssel zu nachhaltiger Disziplin

Markus Czerner

19.04.2018 ·  Disziplin – damit ist es ja oftmals so eine Sache. Ein wichtiger Kunde müsste eigentlich noch angerufen werden, aber es ist schon kurz vor Feierabend und morgen ist ja auch noch Zeit dafür. Eigentlich will man ja abends noch zum Sport gehen, aber das Sofa ist so verlockend und im Fernsehen kommt ein ganz interessanter Film. Die meisten Menschen entscheiden sich in solchen Situationen gegen die Pflicht und für die Kür – weil ihnen die nötige Disziplin fehlt.

Markus Czerner

Markus Czerner ist seit 2012 als Keynote Speaker und Experte für mentale Stärke, Motivation und Erfolg unterwegs. In den letzten Jahren ist er zu einem Top-Speaker avanciert und bringt als solcher mehr Erfolg in das Leben seiner Zuhörer. Als aktiver Leistungssportler bringt er die Erfolgsstrategien der Spitzensportler immer wieder in seine Arbeit ein. Im Fokus seiner Arbeit steht der mentale Bereich, denn auch er hat früh erkannt, dass die mentale Verfassung entscheidend für die eigene Leistung ist und über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. » http://www.markusczerner.de

Nicht alles, was zur Zielerreichung führt, macht Spaß. Ich habe es früher zum Beispiel gehasst, ins Fitnessstudio zu gehen. Es war aber nötig, um auf dem Platz besser zu werden und den enormen körperlichen Belastungen standzuhalten. Also bin ich vier Mal die Woche ins Fitnessstudio gegangen – obwohl es mir keinen Spaß gemacht hat.

Unsere Disziplin sagt sehr viel über die Ernsthaftigkeit der eigenen Ziele aus. Ich habe es vor einiger Zeit im Fitnessstudio, in das ich mittlerweile gerne hingehe, wieder einmal erlebt: Ich bin in der Vergangenheit vor dem Training und  währenddessen öfter mal mit einem älteren Herrn ins Gespräch gekommen, der stark übergewichtig ist und mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, wie er mir selbst erzählt hat. Er versucht dem Rat seiner Ärzte zu folgen und durch Sport an Gewicht zu verlieren, weil er aufgrund seines Übergewichts stark herzinfarkt- und schlaganfallgefährdet ist.

Eines Abends kreuzten sich unsere Wege auf der Trainingsfläche. Wir begrüßten uns, er ging aufs Laufband, ich widmete mich dem Bankdrücken. Nach ungefähr zehn Minuten beobachtete ich aus dem Augenwinkel, wie er vom Laufband wieder runter ging. Unsere Wege kreuzten sich wieder und ich fragte ihn, ob er sich verletzt habe. Er schaute mich verdutzt an und fragte: »Verletzt? Wieso?« Daraufhin erwiderte ich, dass er ja nach knapp zehn Minuten schon das Training abgebrochen habe und es dafür ja einen Grund geben müsse. Da steht er vor mir, fängt an zu gähnen und sagt mit einer noch leicht gähnenden Stimme: »Ich bin heute einfach zu müde, um zu laufen.«

Wie ernst meint dieser jemand es wohl mit seinem Ziel, Gewicht zu verlieren? Wie wichtig wird ihm wohl die eigene Gesundheit sein? Disziplin brauchen wir, um Dinge zu erledigen, die uns keinen Spaß machen, auf die wir keine Lust haben und die unsere Gewohnheiten unterbrechen. Sie können sich vornehmen zukünftig mit mehr Disziplin zu agieren. Kurzfristig werden Sie das schaffen. Langfristig werden Sie immer und immer wieder in alte Verhaltensmuster fallen.

Erfolglose Menschen suchen jeden Tag nach neuen Ausreden, warum sie keine Zeit haben, etwas zu tun. Erfolgreiche Menschen bringen jeden Tag die nötige Disziplin auf, etwas für ihre Zielerreichung zu tun.

Klassisches Beispiel: Jahreswechsel – die Zeit guter Vorsätze. Gehen wir davon aus, Ihr Vorsatz ist, im neuen Jahr mehr Sport zu machen, sagen wir dreimal die Woche – montags, mittwochs und freitags. Erste Januarwoche: Sie sind top motiviert und gehen dreimal die Woche zum Sport. Zweite Januarwoche: Ihre Motivation aus der vorherigen Woche beginnt jetzt schon zu kriseln, aber Sie sind diszipliniert und quälen sich dreimal die Woche zum Sport – montags, mittwochs und freitags. Dritte Januarwoche: montags. Sie hatten einen harten Arbeitstag, haben schlecht geschlafen, den ganzen Tag über wenig gegessen und zu allem Überfluss gab es auf der Arbeit auch noch Stress mit der Kollegin oder dem Kollegen. Sie kommen nach Hause, fallen auf Ihr Sofa und dann geht’s los: »Ich war doch die letzten beiden Wochen jeweils dreimal die Woche beim Sport.« »Wenn ich heute nicht gehe, dann trainiere ich Mittwoch doppelt so hart.«

Wir können nicht erfolgreich sein, wenn wir nur an den Tagen eifrig unseren Zielen nachgehen, an denen wir uns gut fühlen. Erfolglose Menschen suchen jeden Tag nach neuen Ausreden, warum sie keine Zeit haben, etwas zu tun. Erfolgreiche Menschen bringen jeden Tag die nötige Disziplin auf, etwas für ihre Zielerreichung zu tun. Und wo kommt diese Disziplin her? Richtig, aus unserem Warum. Es gilt das Gleiche wie für die Willensstärke auch. Je stärker Ihr Warum, desto stärker wird Ihre Disziplin sein. Viel mehr noch: Es wird die Geburtsstunde Ihrer Motivation sein.

Nicht alles, was zur Zielerreichung führt, macht Spaß. Hier kommt die Disziplin ins Spiel. Die eigene Disziplin sagt sehr viel über die Ernsthaftigkeit der eigenen Ziele aus. Es ist die Disziplinlosigkeit, die viele Menschen erfolglos erscheinen lässt. Es gilt Gleiches wie bei der Willensstärke: Disziplin ist das Symptom. Je stärker das Warum, desto stärker die Disziplin.

 

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