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Gedanken zum "Praxisleitfaden Seniorenmarketing"

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, Bundesministerin a. D.

13.06.2005 ·  Allmählich nimmt auch die Politik und die Wirtschaft wahr, dass die Gruppe der Senioren in unserer Gesellschaft nicht mehr zu übersehen ist, auch wenn die Medien vielfach noch dem Jugendwahn verfallen sind und sich von der Quote der 20-50jährigen bestimmen lassen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, Bundesministerin a. D.

Allmählich nimmt auch die Politik und die Wirtschaft wahr, dass die Gruppe der Senioren in unserer Gesellschaft nicht mehr zu übersehen ist, auch wenn die Medien vielfach noch dem Jugendwahn verfallen sind und sich von der Quote der 20-50jährigen bestimmen lassen. Doch diese Bevölkerungsgruppe geht mehr und mehr zurück (in den nächsten 20 Jahren um 7%), während die Gruppe der über 60jährigen im gleichen Zeitraum über 10% wachsen wird. Darüber hinaus ist die Gruppe der über 60jährigen relativ finanzstark; ihr Einkommen liegt über dem der umworbenen 20-50jährigen - mit ein Grund, sich mit den besonderen Bedürfnissen, Wünschen und Problemen der Senioren zu befassen und einen Beitrag zur "generationengerechten Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen" zu leisten. Und dieser Beitrag ist in dem vorliegenden Band durchaus gelungen.

Zwar gilt: je älter wir werden, um so weniger sagt die Anzahl der Jahre etwa aus über Fähigkeiten und Fertigkeiten, über Erlebens -und Verhaltensweisen, und um so problematischer ist eine jede Typeneinteilung. Auch eine Zuordnung zu bestimmten Verbrauchergruppen ist weniger durch die Anzahl der Lebensjahre bestimmt als durch die Persönlichkeit und die spezifische Lebenssituation - und die ist auch im höheren Erwachsenenalter sehr, sehr unterschiedlich. Dennoch, trotz aller Betonung der interindividuellen Aspekte (das Altern ist stets das Ergebnis einer ureigensten lebenslangen Entwicklung und zeigt daher sehr, sehr große Unterschiede) gibt es bestimmte Merkmale und körperliche Veränderungen, die bei vielen (nicht bei allen) Seniorinnen und Senioren mit zunehmendem Alter gehäuft auftreten. Dies sind vor allem Einschränkungen in der Sensorik (Seh- und Hörprobleme), in der Motorik (der Bewegungsfähigkeit) und der sensorischen Feinfühligkeit, die bei dem einen stärker, bei dem anderen schwächer ausgeprägt sind. Diese möglichen gesundheitlichen Einbußen werden - begründet auf sorgfältige Analysen - in dem vorliegenden Band nicht nur in ihrer Vielfalt aufgezeigt, sondern auf die konkrete Benutzer- bzw. Verbrauchersituation übertragen. Daraus ergeben sich sehr wertvolle Hinweise zur Verbesserung der Produkte und zur benutzerfreundlichen Gestaltung der entsprechenden Märkte. Hier erwies sich der von Meyer-Hentschel schon vor über 10 Jahren entwickelte "Age Explorer" als sehr hilfreich.

Durch eigene Studien und unter Einbeziehung vorhandener Forschungsergebnisse hat man in der vorliegenden Broschüre zusammengestellt, was "reife Kunden" wirklich wollen, was ihnen wichtig ist und was sie als Kunde besonders schätzen, was sie selbst als "benutzerfreundlich" erleben. So finden sich wertvolle Hinweise zur Kommunikation, zur Produktdarbietung und Produktgestaltung - bis hin zur "Verpackung als (Miss)Erfolgsfaktor".
Die meisten 50-80jährigen sind keinesfalls "unkomplizierte Kunden", sind größtenteils sehr qualitäts- und markenbewusst, - sei es im Bereich der Kosmetik und Pflegeprodukte, der gesundheitsbewussten Ernährung, im Bereich von Tourismus und Reisen, um nur einige zu nennen. Und zunehmend erobern Ältere das Internet zur Information und Kommunikation, aber auch als Einkaufsmöglichkeit oder gar zur Weiterbildung - und vor allem zum Erhalten und Verschicken von e-mails. Auch hier lassen sich wertvolle Hinweise zur Benutzerfreundlichkeit finden.

Eine äußerst interessante Schrift, der man eine große Verbreitung wünscht - zum Nutzen der Seniorinnen und Senioren, aber auch zum Nutzen unserer Wirtschaft!

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