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Glückstraining

Stefan Dederichs

20.09.2018 ·  Glück ist nicht eine Frage des Zufalls. Glück lässt sich trainieren. Denn für das, was wir im Nachhinein oft als Glück bezeichnen, haben wir selbst die Weichen gestellt. Erst durch unser Handeln wurde das Glück möglich. Eine Erkenntnis, aus der sich einige Grundsätze für die Zukunft ableiten lassen.

Stefan Dederichs

Stefan Dederichs ist der Glücksmacher. Der heute erfolgreiche Speaker, Autor und Trainer blickt auf eine holprige Jugendzeit zurück: Er litt unter Depressionen und hatte keinen leichten Start ins Berufsleben. Doch er steckte den Kopf nicht in den Sand und fand Wege zu einem erfolgreichen und erfüllten Leben. Er zählte zu den besten Verkäufern seiner Branche, gründete Unternehmen und wurde zum erfolgreichen, lebensfrohen und selbstbewussten Menschen. Sein Motto: »Erfolg ist, was glücklich macht.« Heute gibt Stefan Dederichs dieses Wissen, wie es jeder zum wirklichen Glücklich-Sein schaffen kann, als gefragter Vortragsredner und Autor weiter. » http://https://www.stefan-dederichs.de/

In diesem Zusammenhang fällt mir ein Satz der Sängerin Nena ein. Ihr Sohn sagte vor einem gemeinsamen Auftritt zu ihr: »Du, wir schaffen das!« Nena entgegnete: »Da gibt es nichts zu schaffen. Wir werden Spaß haben!« Man könnte es nicht deutlicher und klarer ausdrücken. Nena strahlt Lebensfreude aus. Dabei hatte sie es nicht einfach im Leben. Der Popstar hat unter anderem ein Kind verloren. Wie furchtbar das sein muss, können wir uns kaum vorstellen. In einem Seminar, in dem ich auch dieses Beispiel brachte, entgegnete mir eine Teilnehmerin »Ja, Nena ist auf der Sonnenseite des Lebens geboren, hat es immer leicht im Leben gehabt!« Doch stimmt das? Mit Sicherheit nicht, auch Nena musste sich ihren Erfolg und damit ihr Glück erarbeiten. Bevor sie ihren ersten großen Hit »99 Luftballons« platzierte, wollte ihre Plattenfirma den späteren Welthit nicht einmal als Single produzieren. Erst nachdem sie und ihre Band dafür gekämpft hatten, wurde die Single veröffentlicht. Das Ergebnis kennen wir. Also war es Glück? Nein, es war das Ergebnis einer zuvor getroffenen Handlung. Auch Nena ist ein Glücksmacher.

Merke: Dein Verhalten aus der Vergangenheit ist dein Glück von heute. Dein Verhalten heute bestimmt dein Glück von morgen.

Ich glaube, dass unser Verhalten aus der Vergangenheit unser Glück von heute ist, und unser Verhalten von heute das Glück von morgen. Hätten Nena und ihre Band nicht dafür gekämpft, hätte sie den Erfolg auch nicht erfahren. Jede Entscheidung, die wir heute treffen, jede Handlung, die wir heute vornehmen, führt zu einem Ergebnis, positiv oder negativ, und diese Ergebnisse führen dann im besten Fall zum Glück.

Achte doch einfach mal darauf, was dir so alles zufällig passiert, und dann achte darauf, welche Handlungen aus deiner Vergangenheit zu diesen Zufällen geführt haben könnten.

Viele Dinge erscheinen wie Glück und Zufall, vieles davon ist aber doch erklärbar. Ja, es gibt im Leben Schicksalsschläge, es gibt Dinge, die einfach passieren, die wir eventuell auch gar nicht beeinflussen können. Die Regel ist das aber nicht. Die meisten Dinge passieren genau so und nicht anders, weil wir die Ereignisse durch unser Unterbewusstsein (und manchmal in der Folge durch unser Bewusstsein) gesteuert haben.

Ein besonderer Mutmacher ist hierbei die moderne neurobiologische Forschung, die zeigt: Wir können positive Gefühle selbst hervorrufen, indem wir unser Gehirn entsprechend anregen. Glück und Unglück sind nicht genetisch festgelegt und nicht durch Schicksal vorbestimmt. Glücksempfinden lässt sich trainieren, wie man auch seine Muskeln oder sein Gedächtnis trainiert.

Niemand lebt aber im Dauerglück. Für unsere Persönlichkeitsentwicklung benötigen wir Widerstände und Belastungen. Diese Widerstände führen zu Kraft und Wachstum. Wir brauchen diese sogar, um uns zu entwickeln. Als Kinder empfinden wir Widerstände und Rückschläge noch als normal. Was glaubst du, wie viele Versuche ein Kleinkind benötigt, bis es gehen kann? Immer wieder fällt es hin und versucht es erneut. Durch diese Erfahrung schöpft es Kraft und Energie für seine Zukunft. Das kindliche Gehirn lernt, dass es sich lohnt nicht aufzugeben und speichert diese Erlebnisse als Erfahrungswissen ab.

Ja richtig, es ist nicht immer so einfach, wie es klingt. Im Augenblick eines Widerstands wünschten wir uns, dass es für den Moment einfacher wäre. Im ersten Moment denken wir vielleicht: »Ach Mensch, warum jetzt schon wieder, warum gerade ich!« Wenn du weißt, dass diese Ereignisse für deine Entwicklung wichtig sind und am Ende zu deinem Glücklichsein beitragen, dann kannst du lernen, anders damit umzugehen. Leider erkennen wir die Gründe und Vorzüge eines Widerstands erst viel später.

Wissenschaftliche Untersuchungen über die gesundheitlichen Folgen von Ärger haben zu erstaunlichen Ergebnissen geführt. Negative Gefühle können dem Körper so stark zusetzen, dass sie ihn töten. Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die dachten, sterben zu müssen, tatsächlich starben, obwohl die Diagnose auf einem Missverständnis beruhte. Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass sie schwer erkrankt sind oder schlechte Heilungschancen haben, erkranken sie stärker und haben tatsächlich schlechtere Heilungschancen. Negative Gedanken und Gefühle blockieren die Wirkung der Glückshormone. Schmerz und Leid werden dadurch stärker empfunden. Das nennt man »Nocebo« (abgeleitet vom Lateinischen »ich schade«) – im Gegensatz zum »Placebo«, das du vielleicht kennst (»abgeleitet vom Lateinischen »ich gefalle«).

Negative Gedanken und Ängste sind ansteckend und übertragen sich auf die Mitmenschen, wie die vielen Beispiele von Massenhysterie zeigen. Sorgen, Angst und Ärger wirken sich negativ auf Blutgerinnung und auf die Abwehrkräfte aus. Schlechte Gefühle verstärken die Neigung zur Thrombose, behindern die Arbeit der Immunzellen und erhöhen damit das Infektionsrisiko. Wer sich unzufrieden und niedergeschlagen fühlt, dessen Wunden heilen schlechter und langsamer. Das alles sind nachgewiesene Beispiele dafür, was negative Schwingungen bei uns bewirken können. Du siehst, wie deine eigenen Gedanken zum Glücklichsein beitragen und was negative Gedanken verursachen können. Die Macht der Gedanken ist enorm und beeinflusst unsere Gesundheit wesentlich. Und die Gesundheit ist für unser Glücksempfinden enorm wichtig.

Merke: Positive Handlungen führen zu positiven Ergebnissen und negative Handlungen führen zu negativen Ergebnissen.

Einstellungen und Verhaltensweisen führen zum Erfolg

Warum kommt es dazu, dass wir nicht alles erreichen, was wir uns vornehmen? Das liegt daran, dass wir zum einen nicht wirklich daran glauben und es zum anderen eventuell gar kein wirklich brennend wichtiges Ziel ist. Wenn wir ein Ziel nicht wirklich mit vollem Herzen verfolgen, werden wir nicht entsprechend handeln. Wir brauchen vollen Einsatz. Du kannst dir nicht vornehmen, im Golfen ein geringes Handicap zu erreichen, wenn du nicht bereit bist, dafür zu trainieren. Ich habe nun seit fast fünfzehn Jahren dasselbe Handicap. Da ich aber nur alle zwei Monate spiele, darf ich mich nicht wundern, dass ich nicht von der Stelle komme. Um weiterzukommen, müsste ich trainieren, und zwar intensiv. Wenn es also zu meinen Wünschen und Zielen zählen würde, ein besseres Handicap zu erlangen, dann müsste ich dafür Energie aufwenden. So ist es bei allem im Leben: Ohne Einsatz, Training und Energie wird sich nichts verbessern oder ändern. Um etwas zu erreichen, musst du für das Ziel brennen und du musst fest daran glauben, dass du es erreichen wirst. Nur dann erzeugst du genug Energie. Wenn etwas nicht gelingt, dann liegt das in der Regel immer an der Fokussierung. Um es einfach auszudrücken: Es liegt dann an dir, du hast etwas falsch gemacht.

Jeder Gedanke kehrt zu seinem Absender zurück. Du kritisierst einen Menschen – dann musst du davon ausgehen, dass du auch kritisiert wirst. Konzentrierst du dich zunehmend auf positive Gedanken, so wird dir automatisch mehr Positives gelingen und zukommen. Mit deiner Aktion bewirkst du eine Reaktion. Egal ob positiv oder negativ. So verursacht Druck immer Gegendruck.

Du hast die absolute Freiheit zu denken, was du möchtest. Dein ganzes Leben ist das Produkt deiner Gedanken. Die Qualität deiner Gedanken bestimmt dein Leben. Je positiver du denkst, umso positiver wird dein Leben verlaufen. Wir denken leider zu häufig in sehr eingefahrenen Strukturen. Verändere deinen Blickwinkel, um neue Chancen und Erfahrungen zu sammeln.

Mit deinen Gedanken programmierst du deinen Geist. Die Art, wie du denkst, ist maßgeblich für deine Entscheidungen, deine Handlungen und am Ende auch für deinen Erfolg verantwortlich. Aus diesem Grunde ist es so wichtig, dass du dich darin trainierst, dein Denken zu regulieren.

Mit dem Kopf durch die Wand funktioniert in den seltensten Fällen. Das liegt daran, dass Gedanken, die man mit Gewalt verwirklicht, oft ihr Gegenteil erreichen.

Positives Denken allein reicht jedoch nicht aus. Wenn du denkst, mir wird nichts passieren, und springst von einem Hochhaus, dann geht das natürlich schief. Doch durch dein positives Denken und Handeln werden die guten Dinge im Leben angezogen und negative Ereignisse wie Krankheit, Unglück, Misserfolg von dir abgehalten. Deine eigene Einstellung wirkt im Grunde wie ein Magnet. Du steigerst deine seelische Kraft. Dein Körper fühlt sich wohler und kräftiger. Es dauert jedoch eine Weile, bis sich Veränderungen einstellen. Negative Gedankenmuster sind nicht leicht zu verdrängen. Wir können sie nicht einfach ablegen oder aus unserem Kopf löschen. Diese negativen Muster sitzen meist tief in uns drin, weil wir bereits in der Kindheit durch immer wiederkehrende negative Erlebnisse darauf programmiert wurden.

Zum Beispiel durch unsere Eltern: »Kind, fahre nicht so schnell, sonst fällst du hin!« Was festigt sich da? Na klar: Wenn ich schnell fahre, falle ich hin. Oder: »Kind, klettere nicht so hoch, sonst fällst du runter!« Oder: »Mach das nicht, das kannst du noch nicht, nein, dafür bist du noch zu klein!« Wir lernen selten von klein auf, eher positiv zu denken und uns eher positiv zu verhalten, daher ist es Arbeit, die Verkrustung zu überwinden.

Erfolg ist die Folge deiner Gedanken und Taten

Durch ein positiv orientiertes Denken und Handeln ergeben sich aber plötzlich Chancen, mit denen du zuvor nicht gerechnet hättest. Negative Gedanken sind weiterhin auch eine Wurzel von Leid und Krankheit, sie sind Grundlage vieler unserer Probleme und Ängste. Damit sind unsere eigenen negativen Gedanken unsere echten Feinde. Sie blockieren unsere Erfolge meist mehr als andere Menschen.

Wenn wir ältere Menschen beobachten, dann reden sie oft über ihre Krankheiten und Wehwehchen, das verschlimmert diese meist noch. Je häufiger wir über Krankheiten und Misserfolge reden, umso mehr verfestigen wir diese negativen Erlebnisse. Sie bringen keine Verbesserung, sondern nur Verschlechterungen. Das ist Dünger für negative Gedanken und Krankheiten. Je mehr du an Negatives denkst und darüber sprichst, umso mehr wird dir Negatives zukommen. Je mehr du über Krankheiten sprichst und an sie denkst, umso mehr wirst du mit Krankheiten zu tun haben. Deine Gedanken bestimmen viel mehr, als du es dir vorstellen kannst.

Glücksmacherimpuls

Erfolg ist immer, was aus deinem Handeln folgt. Und wenn dein Erfolg im Glücklichsein liegen soll, übe dich darin, Dinge zu denken und zu tun, die in diese Glücksrichtung weisen. Du weißt, wie stark die Macht deiner Gedanken ist – daher richte sie auf den gewünschten Erfolg: »Damit fühle ich mich glücklich!«

Immer wenn negative Gedanken aufkommen, dann zwing dich dazu, Positives zu sehen und zu empfinden. Durch die Veränderung deiner Gedanken veränderst du dein Handeln und in der Folge quasi automatisch die Ergebnisse!

 

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