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Prof. Michael Hoyer

18.10.2018 ·  Ein Bewerber sagt am Telefon: "Ich freue mich sehr auf das Vorstellungsgespräch." Doch wirklich überzeugend klingt das nicht. Und die Chance, den Job zu bekommen, erhöht der nette Satze auch kaum. Denn der Tonfall hat einfach einen stärkeren Ausdruck als die Worte hinterlassen. Und das gilt nicht nur am Telefon, sagt Autor und Professor Michael Hoyer.

Prof. Michael Hoyer

Michael Hoyer ist Vordenker und Weit(er)denker. Seine Mission ist es, andere Menschen zum Nach- und Querdenken anzutreiben. Mit viel Durchblick und einem Gespür für die Situation setzt er immer wieder scheinbar Unmögliches in die Tat um. Er ist Erfolgstrainer, Honorar-Professor an der Hochschule Furtwangen, Fachautor und ein gefragter Redner. Seit mehr als 20 Jahren schult und coacht er Führungskräfte renommierter Unternehmen. » http://www.michael-hoyer.de

Einer Studie des amerikanischen Psychologen Professor Albert Mehrabian aus den 1970er-Jahren zu Folge, hängt nur sieben Prozent der Wirkung des Gesagten von den Worten ab. Ein Großteil wird mit der Körpersprache übermittelt. Die Stimme hat hierbei nur 38 Prozent der Wirkung. Und wie wichtig dieses Instrument für uns in der Kommunikation ist, haben Sie sicherlich auch schon bei Ihren Gesprächspartnern bemerkt.

Eine Frau mit Piepsstimme hat es im Berufsleben schwerer als ein Mann mit einer kräftigen, wohltönenden Stimme. Eine angenehme und gut verständliche Stimme ist für Menschen, die im Berufsleben stehen, sehr wichtig. Belegt hat dies auch eine österreichische Studie aus dem Jahr 2004, die von Stimme.at, einem Netzwerk für Stimmspezialisten, in Auftrag gegeben wurde. Hierzu meinten 80 Prozent der befragten Führungskräfte, dass die Stimme einen wesentlichen Eindruck hinterlasse. Jedoch nur ein Viertel der Befragten absolvierten ein professionelles Stimmtraining. Die Stimme ist ein wichtiges Instrument auf allen Karriereebenen. Damit die Stimme recht angenehm klingt, sollten Sie Ihre Zunge, die Lippen und den Kiefer kurz entspannen. Es ist auch sinnvoll, kurz bevor Sie sprechen, ein Lächeln aufzusetzen. Somit klingt Ihre Stimme gleich viel freundlicher und gelassener. Sie wirken nicht verspannt und nervös. Unter anderem sind die Stimmlage, die Sprechmelodie, die Geschwindigkeit und der Einsatz und die Dauer von Pausen sowie die Lautstärke zu beachten. Was häufig auch anzutreffen ist, ist eine falsche Körperhaltung. Der Sprecher sollte sich aufrecht halten, entweder im Stehen oder im Sitzen. Manche Gesprächspartner reden so undeutlich, dass man kaum etwas versteht, wie bei einem schlecht besprochenen Anrufbeantworter. Damit so etwas nicht vorkommt sollte man nach Möglichkeit nicht versuchen seine Stimme zu verstellen und in natürlicher Stimmlage sprechen.

In einer natürlichen Stimmlage schwingen die Stimmbänder völlig entspannt, die Stimme hat das gewisse Volumen, klingt fest und sehr deutlich. Umso größer der Kehlkopf eines Menschen ist, desto tiefer spricht er. Um Ihre Stimme zu trainieren, gibt es viele Möglichkeiten. Möchten Sie eine deutliche Aussprache trainieren, dann ist es sinnvoll, einen Satz mit vielen Vokalen wiederholt zu sprechen. Als Übung für die richtige Bauchatmung kann man sich beispielsweise mit einem Buch auf dem Bauch auf den Rücken legen. Für mehr Lautstärke sorgen Sie, wenn Sie laut und mit Bauchatmung immer wieder folgende Worte aussprechen: „Hopp, hepp, hupp“. Sollten Sie eine eher dünne Stimme haben, achten Sie auf die richtige Atemtechnik sowie auf eine deutliche und akzentuierte Aussprache, damit Sie gut verstanden werden. Eine optimale Berufsstimme ist laut der Phonetikerin Vivien Zuta sachlich und bestimmt, gleichzeitig aber auch persönlich und freundlich. Dazu gehört ein mittleres Gesprächstempo.

Schnell oder langsam?

Durchs schnelle Sprechen vermitteln Sie ihrem Gesprächspartner, dass Sie sich nicht wohlfühlen und schnellstmöglich das Telefonat beenden möchten. Wenn Sie zu langsam sprechen, wirkt das hingegen eher einschläfernd. Was man dann auch häufig antrifft, sind Verzögerungslaute wie „ähh“ oder „ehm“, die sehr negativ ankommen. Sie vermitteln so eine Unsicherheit, die Ihrem Gegenüber schnell auffällt. Wenn Sie Ihre Stimme für ein wichtiges Telefonat mit Kunden oder Geschäftspartner vorbereiten müssen, trinken Sie vorher einen warmen Tee. Um zu entspannen, hilft es vorher mit der Hand auf dem Bauch tief ein- und auszuatmen. Singen, Sprechen oder ein kurzes Brummen bringt die Stimmbänder in Schwung.


Und jetzt sind Sie dran. Nutzen Sie die Sprache als Ihr bestes Instrument in der Kommunikation!

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