Social-Media-Management im Mittelstand BusinessVillage - Verlag für die Wirtschaft

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Social-Media-Management im Mittelstand

Felix Beilharz

21.02.2013 ·  Wenn es um das Social Media Marketing geht, haben große Unternehmen gewisse Vorteile: Manpower, ein klar definiertes Budget und eine starke Marke, auf die sich aufbauen lässt. Oft ist im Unternehmen auch schon ein Know-how vorhanden, auf das aufgebaut werden kann.

Felix Beilharz

Felix Beilharz ist aktiver Blogger, Berater und Dozent für Social Media und Online-Marketing. Seit 2002 berät er mittelständische und große Unternehmen. Der Social-Media-Experte ist gefragter Redner und publiziert regelmäßig Fachbeiträge in Online- und Printmedien. Weiterhin ist er Autor mehrerer Bücher zum Thema. » http://

Der Social Media Manager in kleinen und mittleren Unternehmen muss auf diesen Luxus meist verzichten. Er muss die neuen Kanäle neben seiner bisherigen Arbeit bespielen. Vielfach fehlt auch die entsprechende Rückendeckung von oben – Social Media sollen jetzt zwar „mit erledigt“ werden, an Kompetenzen oder Unterstützung herrscht aber Mangel.

Das sind sicher zwei Extrembeispiele. Es sind aber zwei Pole, zwischen denen sich die meisten Social Media Manager in KMU irgendwo einordnen können; meist eher in Richtung des zweiten Beispiels.

Um da Oberwasser zu behalten, muss radikales Zeitmanagement betrieben werden. Fokussierung auf die „großen Steine“, also die wichtigen Aufgaben. Der Markt der sozialen Medien bietet unendlich viele Möglichkeiten: Plattformen, Funktionen, Aktionen und Auswertungen. Damit sind selbst Profis häufig überfordert. Als Social Media-Verantwortlicher mit geringem Zeit- und Kapitalbudget sollten Sie daher die folgenden Punkte beachten.

Räumen Sie der Strategie den nötigen Spielraum ein

Eine ihrer wesentlichen Aufgaben besteht in der Erarbeitung und Implementierung einer Social Media-Strategie. Orientieren Sie sich hier an der bewährten POST-Vorgehensweise.

„P“ steht für People: welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen? Definieren Sie zu Beginn, wenn Sie mit Ihren Maßnahmen erreichen wollen. Vielleicht sollten Sie sich auch eine Unterzielgruppe auswählen und mit dieser starten. So halten Sie die Komplexität erst einmal gering und können die Ressonanz austesten.

„O“ steht für Objectives: welche Ziele wollen Sie erreichen? Benennen Sie klare Ziele, die sich auch messen lassen. Legen Sie Kennzahlen und Zielvorgaben fest. Beschränken Sie sich dabei erst einmal auf maximal fünf Ziele und setzen Sie die Vorgaben nicht zu hoch an.

„S“ steht für Strategy: wie wollen Sie konkret auftreten? Legen Sie sich einen groben Redaktionsplan fest. Definieren Sie Zuständigkeiten (soweit möglich), wer Ihnen entsprechenden Content liefert. Legen Sie fest, wie Sie Ihre Zielgruppen ansprechen wollen (Tonalität, Häufigkeit etc.) und bauen Sie Meilensteine ein, an denen Sie den Erfolg Ihrer Strategie erkennen können.

„T“ steht für Technology: welche Kanäle und Tools wollen Sie einsetzen? Im letzten Schritt definieren Sie, wo Sie überhaupt auftreten möchten. Beschränken Sie sich auch hier auf die wichtigsten Kanäle. In vielen Fällen wird das ein Blog sein, in Kombination mit ein bis drei wichtigen Social Networks. Nutzen Sie Tools, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Mit diesem Leitfaden erstellen Sie zeitsparend und mit verhältnismäßig wenig Aufwand eine Social Media Strategie. Bleiben Sie jedoch flexibel. Die Strategie muss an die reale Situation angepasst werden. Social Media Marketing verläuft selten nach Plan und wenn neue Erkenntnisse auftauchen, müssen Sie Ihre Strategie entsprechend adaptieren. Eine Social Media Strategie ist nie „in Stein gemeisselt“.

Machen Sie sich die Arbeit einfacher

Unter der Annahme, dass Ihr Zeitbudget eng begrenzt ist, sollten Sie jeden Weg nutzen, sich die Arbeit einfacher zu machen.

Wenn Sie mehrere Kanäle bespielen, sorgen Sie dafür, dass die Integration der Kanäle soweit wie möglich automatisch abläuft. Das heißt, dass zum Beispiel neue Blogbeiträge automatisch in Twitter und Facebook eingespielt werden oder dass der neue Facebook-Eintrag automatisch auch bei Google+ gepostet wird. Das ist sicherlich eine Notlösung (im Idealfall wird jeder Kanal händisch und mit speziell erstellten Inhalten bespielt), jedoch eine, der sich viele Unternehmen bedienen und die häufig einfach unvermeidlich ist.

Nutzen Sie außerdem Tools, die Ihnen das parallele Arbeite mit verschiedenen Kanälen ermöglichen. Hier ist insbesondere Hootsuite hervorzuheben (www.hootsuite.com). Mit diesem Social Media Aggregator können Sie z.B. Facebook, Twitter, Google+ und LinkedIn zentral von einer einzigen Oberfläche aus bespielen. So ersparen Sie sich ständiges Ein- und Ausloggen und Hin- und Herspringen. Sie können dort auch Beiträge vordatieren, was insbesondere bei nicht-zeitkritischen Themen sinnvoll ist .

Schließlich können Sie sich bei der Content-Erstellung einiges an Arbeit sparen, indem Sie andere zum Mitmachen auffordern. Hierfür sind inbesondere Interviews sehr gut geeignet. Lassen Sie interessante Branchenvertreter, bekannte Persönlichkeiten, Führungskräfte aus Ihrem Unternehmen oder andere Mitarbeiter zu Wort kommen. So erhalten Sie interessanten Content, der meist deutlich abwechslungsreicher ist, als Sie es alleine je bewerkstelligen könnten. Insbesondere gilt das natürlich auch, wenn Sie Kunden oder andere Zielgruppen zum Mitmachen auffordern. Wettbewerbe oder Aktionen, in denen die Interessenten eigenen Videos, Bilder oder Texte hochladen müssen, verbreiten sich dazu noch mit größerer Wahrscheinlichkeit viral, als wenn Sie selbst Content produzieren.

Und schließlich: nichts spricht dagegen, Content mehrfach zu verwenden. Wenn Sie zum Beispiel einen längeren Artikel produziert haben, können Sie ihn in mehrere Teile aufteilen, schon haben Sie Stoff für drei oder sogar vier Blogbeiträge. Ein Whitepaper, dass Sie auf der Website angeboten haben, können Sie durchaus auch in den Blog einstellen. Die Key Facts lassen sich als Powerpoint-Datei auf Slideshare anbieten und eine daraus erstellte Infografik verbreitet sich vielleicht bei Facebook. Kreativität spart hier viel Zeit und Arbeit.

Achten Sie genau darauf, was funktioniert

Überprüfen Sie alles, was Sie tun, genau auf den Erfolg der Maßnahmen. Welche Art von Texten wird am häufigsten abgerufen? Finden Ihre Podcasts oder Ihre Videos mehr Anklang? Welche Gewinnspiele wurden besonders gut angenommen? Welcher Inhalt wird bei Twitter besonders häufig weitergereicht?

Verwenden Sie einen Teil Ihrer Social Media-Zeit für die Auswertung. So erkennen Sie im Laufe der Zeit, was funktioniert und was nicht, und Sie können Ihr Zeit und Energie dementsprechend dort investieren, wo es sich lohnt.

Mit diesen Tipps meistern Sie den Arbeitsalltag auch unter Zeitdruck und bei knappen Ressourcen besser. Viel Erfolg im Social Web!

 

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