Treffsichere Konzepte – So gehen Sie vor BusinessVillage - Verlag für die Wirtschaft

Werden Sie VIP

Schließen Sie sich 26.000+ Menschen an und abonnieren Sie den gratis BusinessVillage-Newsletter. Gehören Sie zu den Ersten die es erfahren: Exklusive Inhalte. Neue Bücher. Gratis Angebote. Einladungen ...

Gastbeitrag schreiben?

Sie sind Trainer, Berater, Coach und ein Meister Ihres Faches? Sie haben was zu sagen? Dann Nutzen Sie die Chance und publizieren Sie einen Gastbeitrag im BusinesVillage Online-Magazin — Gratis und ohne Risiko aber viele tausend Leser garantiert! Interesse? Dann freuen wir uns auf Ihre Mail an artikel[at]businessvillage.de.

Honorarfreier Content

Sie sind Journalist oder Redakteur und auf der Suche nach Gastbeiträgen, Buchauszügen oder einem/r Interviewpartner(in)? Dann sprechen Sie uns bzgl. einer Verwertungs- bzw. Abdruckgenehmigung an. Diese ist i.d.R. honorarfrei. Ihnen schwebt ein exklusiver Artikel vor? Senden Sie Ihre Anfrage an redaktion[at]businessvillage.de.

Treffsichere Konzepte – So gehen Sie vor

Dr. Sonja Ulrike Klug

22.01.2009 ·  In vielen Unternehmen gehört das Ausarbeiten von Konzepten zu den häufig wiederkehrenden Aufgaben. Es kann sich z.B. um Entscheidungsvorlagen, Vorschläge für eine Problemlösung, Projektentwürfe oder -berichte, Strategien oder um die Entwicklung von Kommunikationskampagnen für Marketing und PR handeln. Für die Erarbeitung eines Konzepts hat sich das folgende Vorgehen in 5 Schritten bewährt.

Dr. Sonja Ulrike Klug

Dr. Sonja Ulrike Klug ist Autorin von 17 Büchern und Inhaberin einer Buchagentur, die auf die Fullservice-Betreuung von Buchprojekten im Auftrag von Unternehmen spezialisiert ist. Im Rahmen ihres Publikationsmanagements von mehr als 165 Corporate Books hat die Autorin zahlreiche Konzepte entwickelt und dadurch viele Bücher erfolgreich auf dem Markt platziert. » http://

1. Schritt: Informationen sammeln und ordnen

Der gekonnten Sammlung von Informationen kommt die größte Bedeutung zu. Wenn Sie hier die Weichen falsch stellen, leidet die Qualität des Konzeptes: Falsche oder unvollständige Basisinformationen führen zu falschen Schlussfolgerungen, Fehlentscheidungen oder einer unzureichenden Problemlösung – Ihr Konzept würde wertlos. Nutzen Sie verschiedene Recherchewege, um die benötigten Informationen zusammenzustellen: Die journalistische Recherche bezieht neben der Fachliteratur und dem Internet auch „Live“-Quellen wie Expertenbefragungen und Interviews mit ein. Die unternehmensinterne Recherche berücksichtigt alle in Ihrem Hause vorhandenen Dokumente, Protokolle und Know-how-Träger. Gut, wenn Sie hier auch auf Wissensdatenbanken im Intranet zurückgreifen können.

 

2. Schritt: Die Informationsflut durch Strukturierung bewältigen

Bei einer Recherche kommen schnell 20 bis 50 oder mehr Quellen zusammen. Das Sichten, Ordnen und Auswählen der Informationen ist zeitaufwendig und wird meist vom Aufwand her erheblich unterschätzt. Diese Phase sollte etwa 60 Prozent der Gesamtzeit, die für die Konzepterarbeitung zur Verfügung steht, in Anspruch nehmen – nach dem Motto: Proper prior planning prevents poor performance. Denn den Aufwand, den Sie hier investieren, haben Sie nachher bei der Ausformulierung gespart. Tools wie Mapping-Methoden (Mind-Mapping oder Concept-Mapping), die KJ-Methode oder Vistem helfen beim systematischen Vorgehen.

3. Schritt: Zündende Ideen finden

Jetzt wird es Zeit zur kreativen Ideenfindung. So schaffen Sie es, die Aufgabenstellung, noch einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten. Die Ideenfindung gehorcht dem Gesetz der großen Zahl: Statt auf den „einen“ zündenden Einfall zu warten, sollten Sie möglichst viele Ideen in kurzer Zeit produzieren. Das Verhältnis von guten zu schlechten Ideen ist mit 20:80 relativ konstant. Wenn Sie durch den Einsatz von Kreativitätstechniken wie Mentale Provokation, Reizwortanalyse, TILMAG oder Imaginäres Brainstorming in einer Stunde 50 Ideen entwickeln und davon zehn Prozent – also fünf Ideen – gut sind, ist das ergiebiger, als wenn Sie im gleichen Zeitraum nur zwei Ideen eher zufällig haben und davon bei genauerer Betrachtung keine etwas taugt.

4. Schritt: Die Kernaussage festlegen

Alle Ideen und Erkenntnisse, die Sie bisher gewonnen haben, sollten in einer zentralen (Hypo-)These, Ihrer Kernaussage, münden. Sie ist sozusagen „des Pudels Kern“. Die Hypothese sollte in einem einfachen, klaren und verständlichen Satz ausgedrückt werden und begründbar sein. An Ihrer Kernaussage können Sie das gesamte Konzept mit allen Ideen und Argumenten „abrollen“.

5. Schritt: Das fertige Konzept ausformulieren

Jetzt brauchen Sie nur noch alles zu Papier bringen. Beim Ausformulieren sollten Sie darauf achten, dass eine Diskrepanz besteht zwischen der Perspektive, die Sie als Experte für Ihr Konzept haben, und derjenigen Ihrer Adressaten, die als Laien mit den Inhalten nur oberflächlich vertraut sind. Da Sie mit Ihrem Konzept Ihre Zielgruppe informieren und überzeugen wollen, ist es notwendig, sich auf deren Perspektive einzustellen. Ein wirkungsvolles Konzept ist immer auf die Sicht des Empfängers zugeschnitten. Denn: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Da die meisten Leute heute wenig Zeit zum Lesen haben, sollte Ihr Text so aufgebaut sein, dass der Leser auf Anhieb Ihre Kernaussage findet, ohne Ihr Konzept vollständig lesen zu müssen.


Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über die BusinessVillage GmbH. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an redaktion@businessvillage.de.