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Wenn du diese Tipps beachtest, hören dir andere besser zu

Gottfried Hoffmann

13.10.2016 ·  Der eine redet sich den Mund fusselig ohne Erfolg. Der andere macht kurze knappe Ansagen und es klappt. Woran liegt das? Antworten liefert der Sprechtrainer Gottfried Hoffmann und zeigt, mit welchen einfachen Tricks Ihre Botschaft beim Gegenüber besser ankommt.

Gottfried Hoffmann

Gottfried Hoffmann, geboren 1955, Kommunikations- und Sprechexperte, unterrichtet unter anderem an den Universitäten Weimar und Bayreuth, der Hochschule Hof, am Zentrum für Hochschuldidaktik, Ingolstadt, sowie in Wirtschaftsunternehmen. Er schult die Wahrnehmungsfähigkeit und vermittelt den faszinierenden Zusammenhang zwischen Entwicklung der Persönlichkeit und Verbesserung der Stimme und des Sprechens.  » http://www.stimme-erfahren.de

Hören Sie zu

Hören Sie dem Gegenüber zu, nehmen Sie die feinen Regungen im Gesicht und in der Körpersprache wahr, unterbrechen Sie nicht. Denn wenn Sie wollen, dass man Ihnen zuhört, sollten Sie dies auch selbst beherzigen. Das gilt sowohl im persönlichen Gespräch mit einzelnen Personen oder kleinen Gruppen als auch bei einer Rede. Wenn Sie Ihr Gegenüber anschauen, mit lebendigen Interesse anschauen, werden sie sowohl bei Einzelpersonen als auch bei einzelnen Personen in einer größeren Gruppe oder gar einem Saal wahrnehmen, was die Personen bewegt, ob und wie Ihre Worte ankommen, und Sie werden darauf reagieren. Durch Zuhören und lebendiges Interesse werden Sie effizienter und klarer sprechen.

Alles sagen

Ihr Gegenüber hat ein Recht darauf, umfassende und vollständige Informationen zum angesprochenen Thema zu bekommen. Nur so wird sie oder er verstehen, worauf Sie hinaus wollen, und entsprechend mitziehen können. Andererseits werden Sie selber, wenn Sie Informationen zurückhalten oder gar Dinge unkorrekt darstellen, nicht so überzeugend sein. Das erklärt sich daraus, dass Sie einen Teil Ihrer Gedankenkraft dafür benötigen, um zu kontrollieren, wie viel Information Sie preisgeben, und was Sie zurückhalten wollen bzw. zu müssen glauben. Sie werden weniger strahlen und nicht mehr 100%ig authentisch sein. Möglicherweise ist diese Einschränkung nicht so direkt sichtbar, dennoch ist sie spürbar. Häufig führt diese Irritation bei Ihren Gesprächspartnern dazu, dass sie sich nicht trauen, frei und offen zu sprechen. Zusätzlich ist die Kreativität aller Beteiligter eingeschränkt und neue Ideen und Lösungen sprudeln nicht so wie sie könnten. Sprechen Sie also klar aus, worum es geht und was los ist, bringen Sie die Fakten vollständig auf den Tisch. Offenheit rentiert sich.

Auf den Punkt

Sprechen Sie, wenn Sie etwas zu sagen haben. Wenn Sie allein deshalb, weil Sie in einer Situation die führende Person sind, eine Ansage machen, ohne wirklich sicher zu sein, ob das der richtige Schritt bzw. Lösungsansatz ist, trägt es nicht zur Verbesserung bei. Also, lieber den Geist eine Weile arbeiten lassen und sich dann äußern. Man sagt von Alexander dem Großen, er habe auf wichtige Fragen nie sofort geantwortet, sondern 20 – 30 Sekunden verstreichen lassen, bevor er antwortete. In Interviews mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt können wir dies auch erleben. Er antwortet nicht sofort, sondern lässt sich Zeit, damit die Gedanken sich ordnen können (typischerweise zieht er dabei ein- oder zweimal an seiner Zigarette), und dann spricht er wohlausgewogen und differenziert. Reden Sie also nur, wenn Sie etwas zu sagen haben.

Mit Blickkontakt sprechen

In unserer Kommunikationskultur spielen die Augen eine äußerst wichtige Rolle. Nicht umsonst empfehlen erfahrene Rhetoriktrainer, den Gesprächspartner anzuschauen. Diese Empfehlung hat mehrere Gründe. Zum einen spürt Ihr Gesprächspartner, dass dieser Kommunikationsprozess mit ihm zu tun hat. Zum anderen bekommen Sie als Redner eine Rückmeldung dazu, ob und wie das Gesagte aufgenommen und verstanden wurde. Darüber hinaus - und das scheint mir sogar noch wichtiger zu sein - bekommen Sie sehr viele Informationen, wenn Sie Ihre eigene emotionale Reaktion auf das beobachten, was Ihre Augen wahrnehmen. Sie spüren innerlich, wie die Personen (oder der Saal oder die jeweilige Gruppe) emotional auf das reagiert, was von Ihnen ausgeht. Und diese Information ist enorm wichtig, weil Sie sofort und direkt reagieren können.

Einen weiteren zentralen Aspekt des intensiven Blickkontakts können Sie dann erleben, wenn sie jeweils einen Gedanken, das kann ein halber Satz sein oder ein kurzer ganzer Satz, mit einer einzelnen Person teilen. Sie schauen diese Person für die gesamte Dauer des Gedankens an, um dann den Blick für den nächsten Gedanken zur nächsten Person wandern lassen. Idealerweise sprechen Sie nur, wenn Sie Blickkontakt haben. Gedanken und Blick bilden jetzt eine Einheit. Dadurch fühlen Sie sich selbst sicherer, ruhen mehr in sich. Probieren Sie es aus! Sprechen Sie kurze prägnante Sätze und diese immer im Blickkontakt mit einer einzelnen Person. Sie werden sich wundern, mit wie wenigen Worten Sie einen hervorragenden Kontakt zum Auditorium herstellen können und wie konzentriert man Ihnen zuhört. Und es kommt an was Sie meinen.

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